Ich kom­me aus Syrien …

Name: Haitham Sab­rin, Natio­na­li­tät: syrisch- aus Damas­kus, gebo­ren: 1981, Hoch­schul­ab­schluss: Busi­ness Manage­ment (Mar­ke­ting), Beruf­li­che Tätig­keit (Syri­en): Ver­trieb TV-Pro­duk­tio­nen, Rech­te-und Lizenz­ge­schäft, ver­hei­ra­tet, 1 Kind lebt mit sei­ner Frau und sei­nem hier gebo­re­nen Kind seit 2015 in Tau­nus­stein-Wehen, (woll­te eigent­lich nach Hol­land, wo sei­ne Fami­lei /​Verwandschaft lebt und wur­de gezwun­gen durch die Regis­trie­rung in Deutsch­land, hier zu bleiben.

So beginnt die Prä­sen­ta­ti­on von Haitham Sab­rin, die in der Aus­stel­lung, Den Geflüch­te­ten ein Gesicht geben”, beim Publi­kum mit die größ­te Auf­merk­sam­keit erzielte.

Haitham zeigt zunächst mal in eini­gen Foli­en die Viel­falt und den Reich­tum sei­nes Hei­mat­lan­des, was ver­blüf­fend wirkt für die­je­ni­gen unter uns, die Syri­en noch nicht ken­nen­ler­nen durften.

Schnell wird klar, dass das Bild von dem durch Krieg geschun­den Volk und einem zer­stör­ten Land, wel­ches uns die Medi­en ins Haus lie­fern, nur einen sehr trau­ri­gen Teil und Moment der Geschich­te Syri­ens zeigt. Hae­tham hat hier in Deutsch­land durch Beob­ach­tung unse­rer Medi­en und durch Gesprä­che mit Deut­schen ein sehr fei­nes Gespür ent­wi­ckelt, welch fal­sches Bild wir von sei­ner Hei­mat zeichnen.

Folie um Folie lässt er uns Syri­en mit sei­nen Augen sehen, um dann, nach der Erklä­rung, war­um sei­ne Fami­lie und er, wie so unzäh­lig vie­le, ihr gelieb­tes Land ver­las­sen muss­ten, sei­ne Ängs­te und Pro­ble­me hier in Deutsch­land zu schildern.
Es lohnt sich daher den Film bis zum Ende der 18 Minu­ten zu schauen:

Den Geflüch­te­ten ein Gesicht geben – Fotoausstellung

Die Aus­stel­lung wird auf dem Begeg­nungs­fest ein­ge­weiht” und wird danach noch an ver­schie­den Orten zu sehen (wird noch bekanntgegeben)
Zu der Aus­stel­lung ist eine Bro­schü­re mit allen Bil­dern und Inter­views erschie­nen: Den Geflüch­te­ten ein Gesicht geben – Foto­aus­stel­lung” weiterlesen

Rawan & ihre Fami­lie – Erschüt­tern­de Fern­seh­do­ku­men­ta­ti­on ihrer Flucht

Ange­kom­men nach lan­gen Stra­pa­zen und Entbehrungen

Rawan Mas­houd und ihre Fami­lie, die wir auch in unse­rer Aus­stel­lung por­trä­tie­ren, leben mitt­ler­wei­le unter uns in Tau­nus­stein. Rawan gibt uns in ihrem Inter­view einen klei­nen Ein­blick in ihr jet­zi­ges Leben nach der Flucht.

Interview mit Rawan >>

Wie heißt du?
Ich bin Rawan Jasim und kom­me aus Syrien.

Wie alt bist du?
Ich bin 13 Jah­re alt.

Erzäh­le mir von dei­ner Fami­lie, hast du Geschwister?
Ich habe eine Schwes­ter, sie heißt Raya­nist und 10 Jah­re alt.
Ich habe drei Brü­der, der jüngs­te heißt Moha­nad und ist 5 Jah­re alt, der mitt­le­re heißt Osa­ma und ist 9 Jah­re alt, der gro­ße heißt Moha­mad und ist 10 Jah­re alt.

Leben noch Ver­wand­te von dir in Syrien?
Mei­ne Groß­el­tern leben noch in Syri­en und ich habe eine Tan­te und einen Onkel in Syri­en. Sie haben zwei Kinder.

Seid ihr in Deutsch­land direkt nach Tau­nus­stein gekom­men oder wart ihr noch in ande­ren Städten?
Zuerst war ich in Trier, dann in Gie­ßen, danach in Hanau und sind dann nach Tau­nus­stein gekommen.

Wie war das Leben in Trier, in Gißen und in Hanau, konn­tet ihr dort z.B. in die Schu­le gehen?
Nein, dort waren wir nicht in der Schu­le, erst in Taunusstein.

Lebst du in einer Asyl­un­ter­kunft oder in einer Woh­nung nur mit dei­ner Familie?
Wir leben in der Asyl­un­ter­kunft in Blei­den­stadt, aber wir möch­ten unbe­dingt in eine eige­ne Woh­nung zie­hen, da es uns im Asyl­heim nicht gefällt. Ich möch­te ger­ne ein eige­nes Zim­mer haben.

Was ver­misst du in Deutschland?
Ich ver­mis­se mei­ne Freun­de und mei­ne Schule.

Wie gefällt dir Deutschland?
Mir gefällt hier alles gut, beson­ders die Schule.

Was gefällt dir nicht in Deutschland?
Mir gefällt das Asyl­heim nicht.

Was ist in Deutsch­land anders im Ver­gleich zu dei­nem Heimatland?
Es ist vie­les anders. Wir hat­ten ein eige­nes Haus mit einem Park, dort haben wir viel gespielt.

Was war dein schöns­tes Erleb­nis in Deutschland?
Die Men­schen hier sind alle so nett.

Beschrei­be, wann du dich glück­lich fühlst!
In der Schu­le füh­le ich mich glücklich.

Hast du schon Freun­de gefunden?
Ja ich habe schon vie­le Freun­de gebunden.

Und wie haben dich die Men­schen hier Deutsch­land auf­ge­nom­men, gab es auch wel­che die nicht sehr freund­lich zu dir waren?
Die Men­schen waren alle sehr freund­lich hier.

Wel­che Spra­che ist dei­ne Muttersprache?
Arabisch.

Bist du in einer Dikla-Klasse?
Ja, das bin ich.

Hier in der Schu­le lernst du auch Fremd­spra­chen, wie zum Bei­spiel Eng­lisch. Hast du das auch in dei­nem Hei­mat­land gelernt?
Ja das habe ich, 5 Mona­te lang.

Wel­ches ist dein Lieblingsfach?
Mathe

Schmeckt dir das deut­sche Essen?
Nur den Kuchen mag ich hier.

Ist die Musik und die Kul­tur sehr unter­schied­lich und gefällt sie dir?
Die Musik gefällt mir hier, aber nicht alles.

Hast du dir Deutsch­land anders vor­ge­stellt als es jetzt ist?
Nein, ich habe es mir nicht anders vorgestellt.

Was möch­test du nach der Schu­le machen?
Ich möch­te Kin­der­ärz­tin werden.

Möch­test du in Deutsch­land blei­ben oder irgend­wann wie­der nach Syri­en zurück, wenn der Krieg dort vor­bei ist?
Ja, ich möch­te wie­der nach Syri­en zurück.

Die weg­wei­sen­de Fern­seh­do­ku­men­ta­ti­on War Child”, zeigt die Flucht bei­spiel­haft für vie­le Geflüch­te­te. Hier die Beschrei­bung und der Inhalt des Films, der Trai­ler und der Film in gan­zer Länge:

Rawan & ihre Fami­lie – Erschüt­tern­de Fern­seh­do­ku­men­ta­ti­on ihrer Flucht” weiterlesen

Ange­kom­men – Den Geflüch­te­ten ein Gesicht und eine Stim­me geben”

Foto-Aus­stel­lung

Gemein­schafts­aus­stel­lung
Schü­ler des Gym­na­si­ums Tau­nus­stein und der Beruf­li­chen Schu­len Unter­tau­nus, Ange­kom­me­ne Geflüch­te­te, Tau­nus­stei­ner Bür­ger prä­sen­tie­ren Fotos, Vide­os, Aus­zü­ge aus Interviews

Foto­se­rie in Arbeit” für die Ausstellung

Aus­wahl aus einer Serie von Auf­nah­men die ent­stan­den , als wir Fili­mon Tewel­de bei sei­ner Arbeit auf der Kran­ken­haus­sta­ti­on beglei­ten durften.

Unse­re Vision

BETTER TOGETHER  Wir alle sind Taunusstein

Ein ent­spann­tes Zusam­men­le­ben der ver­schie­de­nen Kul­tu­ren braucht Begeg­nun­gen, gemein­sa­me Erleb­nis­se und Anläs­se, um Viel­falt als Poten­ti­al einer Stadt­ge­sell­schaft zu erle­ben. Das Fest Bet­ter Toge­ther“ anläss­lich des Tau­nus­stei­ner Kul­tur­som­mers am 1.September möch­te genau das errei­chen und neu­gie­rig machen, Tau­nus­stein mit sei­nen neu­en Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­gern ken­nen­zu­ler­nen und die Viel­falt der Kul­tu­ren, Reli­gio­nen und Her­künf­te kul­tu­rell, krea­tiv und kuli­na­risch zu erfah­ren. Es baut auf das ers­te Will­kom­mens­fest für die ange­kom­me­nen Schutz­su­chen­den in 2015 auf, das in vie­ler­lei Hin­sicht noch von anfäng­li­cher Skep­sis den neu­en Mit­bür­gern gegen­über geprägt war.

Heu­te ent­wi­ckelt sich Tau­nus­stein in Rich­tung einer welt­of­fe­nen und inter­kul­tu­rel­len Stadt und hat die Flücht­lin­ge mit einer gro­ßer Hilfs­be­reit­schaft auf­ge­nom­men. Die Sprach­kur­se sind sehr erfolg­reich, Sport­ver­ei­ne öff­nen sich und Nach­bar­schaf­ten funk­tio­nie­ren. Aber auch die Gren­zen der Belast­bar­keit im Ehren­amt wur­den vie­len Hel­fe­rin­nen und Hel­fern deut­lich, das soll­te nicht uner­wähnt blei­ben. Der Begriff Inte­gra­ti­on” ist daher gera­de jetzt das Wort, das auch heu­te noch prak­tisch und kon­kret umge­setzt wer­den muss. Hier ste­hen wir als Stadt und Regi­on vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen, für die es jedoch vie­le mög­li­che und klei­ne Schrit­te gibt – wir müs­sen sie nur gehen. Vie­le der Geflüch­te­ten wün­schen sich mehr per­sön­li­che Kon­tak­te und Freund­schaf­ten mit und zu Deut­schen. Es gilt noch immer Sprach­bar­rie­ren und vie­le wei­te­re Her­aus­for­de­run­gen zu überwinden.

So hat sich ein Team von Ehren­amt­li­chen zusam­men­ge­fun­den, um die­ses Fest zu initi­ie­ren. Kaum war die Idee for­mu­liert, traf sie im Gym­na­si­um Tau­nus­stein bei vie­len, sehr enga­gier­ten Schü­le­rin­nen und Schü­lern auf gro­ße Reso­nanz. Die Idee der Foto­aus­stel­lung Den Geflüch­te­ten ein Gesicht geben” wur­de umge­setzt und es wur­den sehr per­sön­li­che und aus­sa­ge­kräf­ti­ge Por­traits von Geflüch­te­ten in Tau­nus­stein erstellt, die im Rah­men von BETTER TOGETHER vor­ge­stellt werden.

Wir laden Sie ein, mit uns ein bun­tes und viel­fäl­ti­ges Fest der Begeg­nun­gen zu fei­ern – mit kul­tu­rel­len, krea­ti­ven, musi­ka­li­schen und sport­li­chen Erleb­nis­sen und mul­ti­kul­tu­rel­len kuli­na­ri­schen Genüs­sen. Eines der nach­hal­ti­gen Zie­le von BETTER TOGETHER ist es, neue Bezie­hun­gen und Freund­schaf­ten zwi­schen Deut­schen und Geflüch­te­ten und Migran­ten unse­rer Stadt auf­zu­bau­en, pri­va­te Initia­ti­ven zu ent­wi­ckeln und somit Inte­gra­ti­on hier vor Ort wei­ter zu för­dern und zu unterstützen.

UNTERSTÜTZUNGSMÖGLICHKEITEN:

Bis jetzt betei­li­gen sich an BETTER TOGETHER u.a. die Evan­ge­li­sche Kir­che Blei­den­stadt, die katho­li­sche Kir­che Hahn, die Mal­te­ser Wer­ke (Kreis-Flücht­lings­un­ter­kunft in Blei­den­stadt), der Ver­ein SGT – Soli­dar­ge­mein­schaft Tau­nus­stein, das Gym­na­si­um Blei­den­stadt und die Beruf­li­chen Schu­len Unter­tau­nus. Wir suchen und wün­schen uns als Initia­to­ren wei­te­re Orga­ni­sa­tio­nen, Initia­ti­ven, Ver­ei­ne oder enga­gier­te Bür­ger, die sich am Fest betei­li­gen und in der Durch­füh­rung unter­stüt­zen. BETTER TOGETHER soll die ver­schie­de­nen Akteu­re der Arbeit für und mit Geflüch­te­ten und die Tau­nus­stei­ner Bevöl­ke­rung zusam­men­brin­gen und das Mit­ein­an­der för­dern. Sie kön­nen die­ses Fest ger­ne unter­stüt­zen in Form von akti­ver Mit­ge­stal­tung, einem Bei­trag zum mul­ti­kul­tu­rel­len Buf­fet oder auch mit finan­zi­el­len Mit­teln zur Deckung der ent­ste­hen­den Kosten.

Wo: Peter-Niko­laus-Platz, Taunusstein-Hahn

Wann: Frei­tag, 1. Sep­tem­ber 2017 von 16.00 Uhr bis vor­aus­sicht­lich 22.00 Uhr

Kon­takt­mög­lich­kei­ten:
mail@better-together-taunusstein.de
Tel. 01520856 93 50

Das Initia­to­ren-Team:

Flo­ri­an Hoe­nisch • Peter Wolf • Chris­toph Rath • Schü­ler­team des Gym­na­si­um Tau­nus­stein • Ver­ein SGT Soli­dar­Ge­mein­schaft Tau­nus­stein (vor­mals Bür­ger­initia­ti­ve Flücht­lings­hil­fe Taunusstein)